1An einem Junisamstag flog ich in Moskau herbei. In demselben Flugzeug flog mit mir mein Bekannte2. Ich wusste nicht, dass er auch fliegen musste und wir trafen uns zufaellig im Flugzeug. "Hallo" - sagte er. "Hallo, wohin fahrst du?" - fragte ich. "In Orel. Ich habe ein Studium dort. Wohin fliegst du?". Und ich antwortete: 3"Vereinigen Staaten. Kalifornia.
SAN FRANCISCO4

 
1 Der Anfang der Geschichte wurde als spannende Einleitung gedacht, deswegen steht auch kein brauner Titel in [-Klammern davor.
2 Mein Bekannte arbeitete auch bei der Zentralbank, in der Finanzen- oder Aufsichtsabteilung, oder so, und flog nach Orel(mit dem Umstieg in Moskau) zu einem Seminar oder Kurs.
3 Nach meiner Antwort, die gleich kommen wird, sollte jeder (auch die, die keine Ahnung haben, wo eigentlich Stadt Orel liegt) kapieren, wie uncool Orel im Vergleich mit San Francisco klingt
4 Wenn das Ganze ein Film wäre und nicht so ein langweiliges Medium wie HTML, sollte "San Francisco" groß auf dem Bildschirm eine Weile bleiben und schlagartig Western-Musik kommen, was wunderbar zu einer Geschichte mit dem Titel "Great American Journey" passt.

   [Moskau]    Es war sehr heiss in Moskau. "Sehr heiss" sind keine Woerter, die das Wetter beschreiben koennen5. Man konnte nicht mehr als eine Stunde in den Strassen befinden. Ich trank einen halben Liter Wasser(Sprite/Cola) jeder Stunde. Es war im Hotel schwer auch - ich musste nackt schlafen6. Aber was geht in Moskau nach meiner Rueckkehr aus USA vor!7
 
5 Es war damals wirklich sehr sehr heiß. Das schlimmste war, dass ich den ganzen Tag draußen laufen und nicht in einem klimatisierten Büro herumsitzen mußte, wie die Bankangestellter gewohnt sind
6 Als jeder halbgeschickter Schriftsteller, wußte ich schon damals, daß nur die Erotik und Gewalt eine Geschichte spannend machen können. Hier kommt der erste Teil davon, die Leser stellen sich einen nackten muskulösen schwitzenden jungen Mann vor, der sich im Bett wälzt und wegen der Hitze kein Auge schließen kann. Ob es nun erotisch ist?
7 Während meines zweiten Aufenthalts in Moskau, auf dem Weg nach Hause, gab es ein richtiger Sturm. Überall lagen heruntergerissene Bäume und diesmal konnte ich nicht einschlafen, weil der Wind auf dem 12. Stock des Hotels ziemlich laut war und ich dachte, daß das Gebäude gleich einstürzen wird. Die beiden sozusagen Naturkatastrophen - Hitze und Sturm, rahmen meine Amerikareise und machen das Ganze noch außergewöhnlicher.

   [Der Flug]    Am Sonntags morgen kam ich an den Treffplatz mit meinen Gefaehrte. Hier waren schon zwei. Wir warteten auf zwei andere8 und, als sie kamen, fuhrten mit dem Auto (Toyota miniwan) nach dem Flughafen "Sheremetiewo - 2". Unser Flugzeug wurde verlegt und wir tranken Bier waehrend vier Stunden im Hotelsbar neben den Flughafen. Es war ein schoenes Hotel mit den Glasaufzuege9. Wir mussten uns fuer zehnstundenlange Flug vorbereiten, deshalb in "Taxfree" Zone eine Flasche Whisky und eine Flasche Rom kauften. Jetzt weiss ich, dass zweite Flasche ueberschussig war. Einen von uns (das war ich nicht) fuehlte sehr schlecht im Flug. "Ist das Ihr Freund im Klo zweite Stunde sitzen? Ich arbeite viele Jahre in 'Aeroflot', aber dieses habe nicht gesehen." Der Flug war lang und erste Schritte des Krankers in Amerika war schon fest10.
 
8 Kurz über die Mitreisenden: es waren dabei: 2 große Chefs aus der Moskauer Zentrale; ein Begleiter aus der Sales-Abteilung von der Firma, die eine Menge Sun-Technik uns verkaufen wollte und deswegen das Ganze organisierte; die anderen waren "einfache" Mitarbeiter aus EDV-Abteilungen in den Filialen in Nowosibirsk, Ryazan', Ekaterinburg, Pensa und Orenburg (ich). Zu meinem Erstaunen erfuhr ich, dass die anderen aus gleichem Grund wie ich statt ihren Chefs nach San Francisco fliegen durften - die Chefs hatten einfach keinen Reisepaß und weil die Reise relativ kurzfristig angekündigt war, gab es keine Zeit um den neuen Paß zu beantragen.
9 Ein neues modernes Hochgebäude von "Novotel" direkt am internationalen Flughafen, Die Aufzüge im Glas sahen wirklich mega cool aus.
10 Der Kollege aus Nowosibirsk konnte gar nicht trinken, trotz Trinkfestigkeitsruhms der Sibirier und war schon nach einer Stunde ziemlich fertig - er erbrach ununterbrochen (cooles Wortspiel) und leider nicht nur im Klo, wo er stundenlang saß. Die Stewardess war wirklich geschockt, als sie es gesehen hat. Ich konnte nicht meine indirekte Schuldgefühle den ganzen Flug lang loswerden.

   Es gibt keine Wolken waehrend unseres Flugs und wir sahen viel Schoenes. Norwegische Fjorde und grenlandisches verschneite Land mit kleinen Bodeninseln. Aber die schoenste Aussicht war im Ende des Flugs. Wir kreisten 15 Minuten ueber den grossen blauen SF Bay und sehr lange Bay Bruecke (Bay Bridge)11.
SF Bay
San Francisco Bay.   Links ist Bay Bridge (er wird nicht gesehen), rechts ist Golden Gate Bridge (er wird auch nicht gesehen), vorn ist San Francisco (er wird schlecht gesehen). 12
 
11 Wir flogen ohne Zwischenlandung auf dem großen Iljuschin-Flugzeug, von dem ich ziemlich fasziniert war - er wirkte sehr vetrauensvoll und High-Tech-nisch.
12 Das Photo machte ich später, als wir in der Nähe von Golden Gate waren

   [Amerika]    Der erste (und vielleicht einzige13) Amerikaner, der uns begrusste, war der Stadtleiter von SF14. Er machte das durch das Radiogespraech, als wir aus das Flugzeug ging aus. Jetzt mussten wir die Zolldeklarationen ausfuellen. Der Zollarbeiter fragte mich ueber das Ziel meines Besuchs. Ich antwortete, er blickte mich an und zeigte an andere Reihe. Dann verstand ich, dass es die Reihe unzuverlaessiger Passagieren war. "Warum ich?" - fragte ich selbst, solange der letzte mein Freund verschwand15. In der Reihe vor mich standen einige andere Pechvoegel und ein furchtbarer Mensch (der rasierte kraeftige Latinos/Schwarmensch16) mit ihnen sprach. Nach einem halben Stunde war ich schon neben ihn. Er stellte mich zwei Fragen und dann lang in meinen Augen blickte an. Ich verstand, dass meine kunftige Erzahlung hier beenden kann.
. [der punkt] 17

Aber nach einer Minute war mein Weg in Amerika frei. Zwei grosse Limousinen warteten auf uns auf der Strasse. Warum mussten diese Luxusautos (nicht Ford Taxi, zum Beispiel) warteten auf uns, ich weiss nicht18. Vielleicht waren wir wichtige Personen.
 
13 Um Missverständnisse auszuschließen: ich habe nur diesen konkreten Abend gemeint. Ansonsten sind die Amerikaner natürlich ein sehr freundliches Volk.
14 Der Oberbürgermeister. Seine Begrüßungsansage wurde regelmäßig mit Abstand von 10 Minuten im Flughafen abgespielt.
15 Bei den Zollbeamten weisst man nie, warum sie sich für den einen entscheiden. Die Sprache war es bestimmt nicht - ich antwortete relativ deutlich für meine Verhältnisse und bestimmt auch richtig, eine Glatze hatte ich damals noch nicht.
16 Es war keineswegs rassistisch gemeint. Er sah bloß anders aus, nicht nur weil er "nicht weiß" war - mit dem frisch rasierten Kopf, kräftig gebaut, streng und unverkäuflich. Außerdem war ich fest überzeugt, dass er mich gleich einfach nach Hause schicken wird.
17 Die Spannung der "Darf ich rein oder nicht"-Szene erreichte ihren Höhepunkt.
18 Die Limousinen an sich gefielen mir gar nicht, vor allem, weil seitlich zur Fahrrichtung zu sitzen, sehr unbequem war. Aber sie sind halt schick, man fühlt sich gleich wichtiger. Im Flughafen wartete auf uns ein Mann aus der Moskauer Sun-Zentrale, der uns dann ganze Reise lang begleitete.

SF Exhibition center
SF Messezentrum.   Das ist kein Limousin, das uns im Flughafen wartete auf. Unsere waren schwarz. Und waren sie zwei.
   [Hyatt, El Camino Real und Palo Alto]    Das hiessen unseres Hotel, die Strasse und die Stadt, wo es sich befindete19. Dieses Hyatt Hotel (es gibt ein Hotelnetz von Hyatt) war ein grossflaechige Campus mit zweistockigen Gebaeude, Swimmingpool und Parkplaetze. Jeder von uns hatte einzige Zimmer mit den doppelten Bett, TV Geraet von General Electric, Dusche, Buegeleisen, Kaffemaschine, Phone und Wecker. Das war mein erste Hotel im Ausland und es war wunderbar20. Ich weiss nicht warum, aber einer von kraeftigsten Ausdruecke in USA war die Morgenzeitung "USA Today" neben die Tuer des Zimmers21.
Links zum Thema
Palo Alto Online
Yahoo Bay Area
Hyatt Hotels
Rickey's Hyatt Hotel
USA Today
Hyatt hotel room
Hyatt Hotelzimmer.   Als ich im Zimmer kam, ich zog die Schuhe aus und machte dieses Photo.
   Das war schon spaet, als wir im Hotel kamen. Wir verabredeten uns, dass wir am Morgen treffen werden. Aber ich konnte nicht im Zimmer befinden. Endlich kam ich in Amerika und es war nicht moeglich fuer mich in Ruhe, selbst in diesem shoenen Hotel, schlafen. Ich verlas Hyatt und ging El Camino Real entlang. Das war mein erste Nachtspaziergang, dann sie jedertaegliche bekamen22.
 
19 Palo Alto ist ein Städtchen in der Nähe von San Francisco. Wer mal mit Produkten von Sun Microsystems gearbeitet hat, kennt sicherlich die Adresse des Sun-Hauptquartiers schon auswendig.
20 Heute, nach vielen Jahren, bleibt das Hyatt Hotel in Palo Alto immer noch das beste Hotel, das ich je besucht habe. Liegt vielleicht daran, dass seitdem ich kaum welche Hotels bezahlt gekriegt habe. Und aus eigener Tasche bezahlt man so ein teueren Unterhalt nicht.
21 Es hat auf mich wirklich einen ziemlich starken Eindruck gemacht. Seitdem ich die erste "USA Today" vor meiner Tür gefunden habe, stehe ich hoffnungslos auf Morgenzeitungen. Und das Abonnieren der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ist noch ein Beweis dafür. Leider kriege ich sie nicht direkt vor der Tür, es sei denn, ich stehe zu spät auf und meine nette Nachbarin spielt die Rolle des Zeitungsträgers.
22Jeden Tag lief es nach dem gleichen Plan - nachdem wir irgendwo zusammen gegessen haben, kamen wir gegen 21-22 Uhr zurück und gingen auf unsere Zimmer. Der bloße Gedanke, die restliche Zeit vor dem Schlafengehen im Zimmer, auch in so einem schönen, zu verbringen, war mir unerträglich. Ich lief die unendliche Camino-Real entlang, mal in die Richtung, mal in die andere und habe mir die Gegend angeschaut. Es war einfach alles anders, die großen Autos von kaum mir bekannten Marken, breite Straßen ohne riesigen Löcher in der Mitte, hübsche Häuser aus Holz und die Menschen, die meistens eine andere Hautfarbe als ich hatten.

   [Breakfast in America]    Als ich dieses Lied von "Supertramp" hoere, ich errinere unsere Morgenfruehstuecke im Hyatt Restaurant23. Fruehstueckmenue war dort land, aber jeder Speise mit Eier gekocht wurde24. Und einmal morgens mitteilte uns der Kelner, dass mann nicht im Restaurant Eier bracht25. Dennoch boten sie uns etwas an.
   Der erste Tag (Monntag) war frei fuer uns. Wir mieteten zwei Autos - Jeep Cheroki und Chrysler Minivan. Man kann nichts in Amerika ohne Auto zu machen - in SF gibt es die U-Bahn, aber waehrend unserer wochenlangen Aufenthalt in San Francisco ich keine U-Bahn Station sah. Also, wir fuhren ins Innere von Kalifornia die Hoehlen zu besehen. Der Weg war weit - zirka zweistundenlang. Das Landschaft war aehnlich mit Steppen in Orenburg (Russland), aber es die Anzahl von vielfaltige Baeume und Busche mehr war26.
Deli
Aus dem Weg nach Hoehlen .   Ein Rastaufenthalt - ich muss meine Flasche Cola zu Ende trinken.
 
23 Ich habe zwar die CD "Best of Supertramp 2", dort gibt es aber den Song nicht. Ungefähr einmal im Jahr, wenn ich beim Einkaufen in der Stadt vor der CD-Theke stehe und zufällig oder absichtlich diese CD wieder finde, überlege ich es mir zu kaufen.
24 Kein Wunder, dass mein Cholesterinspiegel seitdem so hoch ist.
25 Der Kellner stand fast unter Schock, als er sich bei uns entschuldigt hat. Es gab offensichtlich keine Eierlieferungsprobleme zuvor.
26 Wer schon mal einen Western-Film angeschaut hat, weiß wie dort alles ungefähr aussieht.

   Als wir kamen, wir warteten auf den Ausgang voriger Exkursiongruppe. Mit uns waren zwei amerikanische Eltern mit ihrem Kind. Als sie erkennte, dass wir aus Russland sind, sie fragten uns, wie auf Russisch "hello" ist. Alle Exkursion gingen sie nach uns und sprachen "Sdirastuyte" aus27. Stalaktithoehlen war mit den vielfarbige Lampen beleuchten. Die Akkumulatoren meines Photoapparats endete sich und das Aufblitzen arbeitete nicht. Deshalb ich kein Photo der Hoehlen haben, aber ich nicht bedauere - wenn wir in Big City mit seinen Wolkenkraetzer stat grosse Loecher mit Lampen waere!28 Die traurige Erzahlung von unsere Hoehlenfuehrer ueber den Forscher dieser Hoehlen belustigte mich - er hatte in seinen Hoehlen umgekommen29.
   [Die Stadt der Cowboys]    Nach den Hoehlen fuhren wir nach eine Touristenstadt an "Wild west". Dort kann man das Gold auswaschen und in einem Saloon Whisky trinken. Dort hatten wir in einem hoelzernen Restaurant den Mittagessen. In einem altartigen Geschaeft kaufte ich neue Akkumulatoren und der Verkaufer im Sombrero erzaehlte ueber eine Jungfrau, sie habe nicht weit gewohnt und aus Siberia gewesen30. Dann fuhren wir nach San Francisco zurueck.
Gold in Wild West
Charles saloon

Charles Saloon .   Man kann hier starke Getraenke trinken

Die Gewinnung des Goldes .   Man kann hier Socken waschen oder Gold suchen. Sie sind naive Menschen - alles Gold in der Golden Gate Bruecke.
 
27 Damals waren anscheinend Russen noch etwas Exotisches für die Kalifornier. Diese Familie war richtig von uns begeistert, wir, nicht die langweiligen Stalaktiten, waren eher das Highlight ihres Ausflugs.
28 Der Sinn dieser Reise zu komischen unspektakulären Höhlen war mir nicht klar, wir hätten lieber die Stadt und die Küste anschauen sollen.
29 Ich hatte damals einen besonders ausgeprägten Sinn für den schwarzen Humor. Er lässt mit der Zeit nach.
30 Der alte Verkäufer erzählte die Geschichte dieser bildschönen Jungfrau - seit ihrer Ankunft aus Sibirien hat sie keinen Mann zu sich gelassen. Die Menschen erzählten, sie würde es nur mit einem Bär machen. Schon gut, eigentlich war eine junge Frau gemeint und der alte Mann hat sonst nichts erzählt.


   [Golden Gate]    Die naechste Sehenswuerdigkeit war beruehmte Golden Gate Bruecke. Golden Gate befindet sich im Beginn ("Muendung") des SF Bays und verbindet San Francisco mit dem anderen Ufer des Bays. Wir verloren unsere Freunden in Jeep und sahen auf die Bruecke allein. Zuerst standen wir von unten, dort konnten wir Alkatraz - historische Insel-Gefaengnis, in der Al Kapone einkerkert worden war, sehen. Dann fuhren in einen Huegel neben Golden Gate, dort sahen wir San Francisco Straende (einer heisst "chinesische") und grenzloser Pazifik.
Links zum Thema
Goldengate.org
Sfgate.com
Golden Gate
Golden Gate: das Profil .
  Das interessanteste ist dass diese Bruecke wirklich aus Gold ist!

Golden Gate: die Ansicht von vorn.
  Der goldene Weg nach San Francisco.
Golden Gate
   [Pierce 39] Es war schon der Abend und wir fuhren in einem Restaurant im beruehmten Touristenplatz "Pierce 39" essen. Es waren grosse Anzahl beleuchtende Restauranten und Baren dort. Ich bemerkte ein Geschaeft, das "Babushka" heisst, mit vielen Matreschkas von verschiedene Grosse auf dem Schaufenster. Wir gingen in einem italianischen "Sea food" Restaurant.
   Das Restaurantthema ist besonderes Teil meiner Erzahlung. Jeder Abend issen wir in einem anderen Restaurant und sassen dort zwei - drei Stunde. Zwanzig Minuten hatten wir ausfuehrliches Gespraech ueber vielseitige Menu, dann etwas tranken. Mann kann nicht die Grosse und Geschmack bestellende Speise kennen. Der Salat kann aus zwei Zweigchen Dilles und ein Radieschen oder volle Teller verschiedener Gemuese bestehen. Das ist ein interessantes Spiel.31
   In "Sea food" waren alle Speise aus Meerprodukte (es gibt keine Kuh und Schweine in Meer32). Alles war dort perfekt - wahrscheinlich war es das beste Restaurant, die ich in Amerika besuchte. Zwischen das Speisewechsel ginge ich auf das Pierce spazieren. Zum Abend machte der Pazifikwind das heisse Wetter kalt. Ringsherum waren viele Geschaefte und Buden, wo Souveniere verkauft wurden. Ich kaufte ein Magnetthermomemeter, Spielkarten33 und etwas noch, alles mit SF Logo. Dort traf ich mit zwei Touristen aus Russland - die Mutter und der Sohn. "Kaufe dieses Bierkrug!" "Ich moechte nicht!" "Vielleicht moechtest du dieses Gloeckchen?" "Nein!". Dann hatte ich gleichartige Treffungen mit russischsprachige Menschen fast jeder Supermarkets Besuch.
   Als ich im Restaurant zurueckkam, ich bemerkte, dass unsere verlierende Freunde sich fanden und schon am anderen Tisch setzten. Keine Polizei- und Leichtenhausanrufe. Nach langen Abendessen fuhren wir durch naechtliche San Francisco im Hotel zurueck34.  
31Damals wußte ich noch nicht, daß man dieses "Wie-sieht-nun-das-was-ich-bestellt-habe-wirklich-aus"-Spiel sein ganzes Leben lang, in jedem Restaurant (außer vielleicht McDonalds) spielen muß.
32Stimmt nicht ganz, ich habe mal meinen Bruder im Meer schwimmen sehen. :-)
33Die habe ich immer noch und sie sind ganz anständig
34Wir haben jeden Abend ganz toll und nicht billig gegessen. Alles wurde von dem Sun-Mann aus Moskau bezahlt. Es wäre aber wirklich besser gewesen, wenn wir anderthalb Stunden dafür gebraucht hätten und nicht 3-4, sprechend über nicht unbedingt interessante Themen. Ich hätte mir noch das halbe Amerika für die gesparte Zeit anschauen können.

China town Wolkenkratzer

SF China town.   Am Weg von Bay zum Downtown konnte man viele Chinese treffen

Wolkenkraetzer .   Die Anzahl der Wolkenkraetzere im SF Downtown ist nicht viel - von 7 bis zwoelf.

   [Sun Microsystems]    Am naechsten Morgen mussen wir endlich nach Suns Campus, das auch in Palo Alto befindet, fahren. Gleich vor der Abfahrt, neben unseren Autos verstand ich eine unangenehme Tatsache - alle meine Gefaehrte zogen sich zum Offizielteil unseres Besuches in schoene Anzuege an. Ich war einen in T-Shirt und Jeans. Das wurde mich verstimmt.35 Mein andere Verdruss war gegen keiner Moeglichkeit zu rasieren. Vor der Abfahrt in Amerika habe ich mich ueber die Faehigkeit meines "Braun" Rasierapparates mit der Spannung 110 V zu arbeiten gefreut. Ich wunderte mich sehr, als ich die Rosetten(? "rosetki")36 im Hotel sah. Sie hatten andere Gestalt - keine zwei runde Loecher. So, war ich unrasiert und freizeitbekleidet.37
    Das Campus besteht aus zirka zehn zweistoeckige Gebauede mit einem inneren Hof.38 Der Mann mit dem seltsamen russischen Namen Bob Malina traf uns in der Halle von Sun Customer Center. Eine schoene Frau39 machte uns Magnetausweise und wir gingen ins Seminarzimmer. Jeder dieses Zimmer hatte einen von Allnamen - Mars, Mond, Jupiter40.
 
35Ich ließ mich damals von meinen Kollegen zu einfach beeindrucken - obwohl sie alle und einige Sun-Leute, die vor uns Vortrag hielten, einen Anzug oder mindestens ein Hemd und eine Hose trugen, war das "native look" von Sun-Angestellten eher T-Shirt + Jeans. Genau das, was ich anhatte.
36Das Wort "Steckdose" gab es komischerweise nicht in meinem Wörterbuch, also dachte ich mir, es sollte ähnlich auf Deutsch klingen. Später, als ich schon in Deutschland war, sagte mein Langenscheidt mir, dass es sich bei dem Wort um "ein rundes Ornament oder Fenster aus vielen kleinen Teilen, das wie eine Blüte einer Rose aussieht" handelt.
37Das ist der Anfang von der unheimlich spannenden Geschichte "Rasieren in der USA", die wohl auch das lustigste war, was mir auf dieser Reise passierte.
38Das coolste an dem Sun-Headquarter ist, dass er, im Gegenteil von vielen anderen IT-Companies(wie z.B. Oracle), nicht einfach aus einem Hochhaus mit dem riesigen Company-Logo drauf besteht, sondern eher ein Netzwerk von miteinander verketteten 3-4-stöckigen Häusern ist. Das Ganze sieht sehr hübsch aus und ist auch sicherlich praktischer für die Angestellten
39Als ich sie sah, dachte ich mir gleich, sie wäre eine Schauspielerin, die hier um die Ecke (Hollywood) arbeitet und in den Pausen zwischen Dreharbeiten Magnetausweise verteilt
40Keine schlechte Idee für eine Firma namens "Sun". In ihren Dokumentation-Büchern wurden ständig Planetennamen in den Konfigurations-Beispielen verwendet. "To check the connection between hosts, run the ping command: venus> ping mars"

Sun Customer Center
Vor dem Sun Customer Center.
  Wir sind die Customers, Sun ist das Unternehmen, Bob ist Malina (er ist auf dem Photo hinten).
   In Sun arbeitete Menschen vieiler Nationalitaeten und Rassen - Chinese, Indere41 und Schwarze. Vor uns berichtete auch ein Deutsche42. Alle Berichte waren auf Englisch und ich freute mich, dass ich alles verstand43. Zwischen Berichte konnten wir grosse Himbeeren essen und Saft trinken. Ausser den Seminarzimmer gibt es dort viele Showrooms fuer Customers. Ich weiss das Sun's Motto "Network is Computer" und wartete auf "total networking" in Customer Center - viele Netzanschlusse und kein Problem mit dem Zugang zu den Serverresourcen. Aber jeder Berichter mit dem eigenen Notebook kam und keine Moeglichkeit hatte die Dokumenten zum Thema, die am Webserver lag, demonstrieren.44
Sun Mars room
Ketsle auf Mars.
  Man braucht keinen Weltraumanzug auf Mars, nur den gewoehnlichen Anzug. Hier war ich schon in ihm.
   [Netzwerk ist ein Computer]    In den Pausen zwischen Berichte ging ich die Umgebungen besehen. Im Hof waren viele exotische Pflanzen, schoene Fontaenen und bevolkte Cafe45. Statt der Tiere gingen dort Suns Arbeitere. Ich ging in der Richtung erstes Anzeigers "Java Java". Ich moechte erkennen, warum wurde dort zweimal Java geschrieben. Die Antwort erkennte ich nicht, Java war den Namen eines Cafe46. Dort bestellte ich ein Cafee-Espresso und viele interessante Menschen beobachte.47
Java Java
Ketsle Ketsle neben Java Java.
  Wuerdest du mit mir eine Tasse heisses Java trinken?
 
41Hier waren die Inder gemeint :-)
42Der sah so aus, als hätte er gerade eine preußische Offizierschule absolviert. Sein Vortrag hat er offensichtlich auswendig gelernt, sprach aber ziemlich gut Englisch
43Sprachkenntnisse waren keine notwendigen Anforderungen für die Reise: zwei aus unserer Gruppe verstanden gar kein Englisch
44Hier meinte ich, dass Sun keine Netzwerkdosen in Vortragsräumen hatte - fand ich schon damals ungewöhnlich schwach
45Da saßen die Menschen, keine Wolken, im Café :-)
46Die Eklärung dieses Doppelnamen habe ich bis jetzt nicht. Aber ich gebe nicht auf.
47Obwohl, wie ich witzig meinte, liefen dort nur die Sun-Mitarbeiter anstatt Krokodilen und Kängurus herum, war es wirklich für mich wie in einem Weltall-Zoo. Menschen von Rassen, die ich nicht kannte (ich bin ja aus Kasachstan), diskutierten und erzählten etwas leidenschaftlich und sahen allesamt ziemlich intelligent aus.

   In anderen Pause ging ich andere Suns Gebaeude besehen. Jeder Tuer hatte ein Magnetschloss, ich versuchte meine Customerkarte auf ihnen nicht (Die Titel der Morgenzeutungen: "Russische Hacker moechte in fuehrendem USA Computersunternehmen hineinkriechen"48. Hinten dem Zaun kann man das Blau SF Bays sehen. Die Angestellte hatte die Mittagessenpause und ich sah einige, die Volleyball auf Grass spielten. Nach dem Spiel nahmen sie das Netz ab und nahmen ihnen mit. Jetzt verstehe ich, das es kein uebriges Netz war, es war ein teuere Computersgeraet (Erinnern Sie sich Sun's Motto?)49. Auf dem Basketballplatz zwei junge Schwarzen spielen. Ich moechte auch Ball spielen, aber kehrte zurueck. Auf russisch heisst das "sanuda".50
   [Dritte Abend] Am diesen Abend fuhren wir zuerst in einem grossen Supermarket (ich vergass seinen Namen). Ich wies was ich moechte - einen guten schoenen Anzug. Ich fund ihm und auch ein weisse Hemd.51 Ich hatte das Glueck, dass sie nicht in Asien, wie besonders alle Waren in grossen amerikanischen Geschaefte, herstellt wurde.52
    Wir hatten Abendessen in einem Restaurant in Stanford, dem Clintons Tochter, die in der Stanford Universitaet studierte, oft besuchte. Wir sahen Tochter des Praesidents nicht. Ich iss ein Steak und hoerte die Erzahlung eines Amerikaners ueber den Unterschied in NBL und ABL Baseballregeln. Selbst verstand ich etwas.
    Am Abend ging ich vor dem Spiegel im Hotelzimmer hin und her. Das war ein gute Anzug.
Fountain
Fontaene.
  Eine Szene mit die Fontaene und dem Mann in schoenem Anzug.
   Aber hatte ich noch ein Problem - die Rasierung. Am naechsten morgen erwachte ich frueh und gingen in einem Geschaeft Gillet kaufen. Bis diesen Tag hatte ich nur einen elektrischen Rasierer gebraucht und das Ergebnis der Rasierung war nicht sehr erfolgreich, aber kein Blut war. Ich war fertig fuer ernste Seminaerarbeit.53
 
48Auf der Stelle sollten alle Bild-Redakteure vor Neid grün werden
49Einen tollen Sinn für Humor habe ich wieder mal unter Beweis gestellt
50Arbeit bei Sun schien ein Paradies zu sein - willst mal eine Pause machen, kannst einen Kaffee mit der hübschen indischen Kollegin trinken oder mit der Networksoftware-Abteilung kurz Basketball spielen
51Der Einkauf dauert 20 Minuten - eine Superleistung, auf die ich sehr stolz bin. Freundliche Verkäuferin hat mir geholfen und den Umfang meines Halses fürs Hemd gemessen.
52Die wirkliche Qualität des Anzugs ist schwer zu beurteilen - ich trug ihn nur während dieser Reise. Seitdem nicht mehr und es ist immer noch der einzige Anzug, den ich habe. Irgendwas läuft schief in meinem Leben.
53Es war meine Nassrausrpremiere. Ich hätte 15 Minuten Zeit und keine Ahnung, wie man es macht. Es tat weh und sah am Ende gar nicht gut aus. Aber ich hatte meinen neuen Anzug an - wer guckt dann schon aufs Gesicht.

   [Down town]    Nach dem ernsten Seminar fuhren wir endlich im Herzen von San Francisco. Wir stiegen uns unter dem zentralen Platz Market Square in einer Tiefgarage aus. Wir verabredeten uns, dass nach zwei Stunden auf diesem Platz treffen werden und gingen an verschiedene Richtungen. Ich ging vorwaerts.54
Market square
Market Square.
  Einer von zentralen Plaetzen in San Francisco. Ich mochte dort ein Jeans kaufen, aber es kein Markt dort gibt. Ein seltsam Name.
   Ich sterbte zum Wolkenkraetzeren naeher zu sehen, ist die tatsaechlich so hoche. Die Antwort ist: ja, sie sind sehr hoch. Sie kratzen der Wolken.55
   Ich verstand, es war dummig in Geschaefte gehen etwas zu kaufen, weil ich nur zwei Stunde hatte. Ich wanderte einfach auf der Strassen und sah mich hin und her auf. Es war vieles andere, als zum Beispiel in Moskau, - enge abschussige Strasse56 mit dem Wolkenkraetzer auf einer Seite und einem chinesischen Laden auf anderer, Autos verschiedener Modelle (ich schien mich, dass jeder entgegenkommende Ford anderes Modells war), Chinese und Schwarze (das ist seltsam, aber die Anzahl der Schwarzen in SF wenig ist)57.
 
54Ich wurde endlich mal freigelassen um diese wunderschöne Stadt zu bestaunen.
55Die Wolkenkratzter sind nun meine alte Schwäche. Toll, dass neuer Postdamer Platz so wolkenkratzig aussieht.
55Na ja, es gibt mittlerweile genug abschussigen Strassen auch in Moskau.
56Es hieß zwar immer, dass Kasachstan eine multikulturelle Republik war, aber mit SF war es wohl kaum zu vergleichen.


to be continued...
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